NSV Ausbildung Alpin/Snowboard
 
 

Ski Übungsleiter Grundstufe

Die DSV Grundstufe ist die erste Ausbildungsstufe mit offiziellen DSV-Abschluss und ist auf die Inhalte und Dauer der Ausbildung zum Trainer C Breitensport (120 Lerneinheiten (LE) je 45 Minuten ausgerichtet. Die Ausbildung ist speziell für den Kinderskilauf und allgemeinen Anfängerunterricht konzipiert. Mit dieser kannst Du in Deinem Verein, bei Skischulen oder für Reiseveranstalter als Skiübungsleiter arbeiten. In der Ausbildung werden Dir die wichtigsten Aspekte eines modernen Skiunterrichtes fundiert vermittelt. Der DSV-Übungsleiter Grundstufe darf nur innerhalb des gesicherten Pistenbereichs unterrichten.

 

1. Grundsätzliche Ziele der Ausbildung und der Prüfung

  • Persönliches Fahrkönnen verbessern und Bewegungsformen bewerten lernen.
  • Lernziele für Einsteiger und Fortgeschrittene sowie die Zielform des hochwertigen parallelen Kurvenfahrens in sportlich-souveräner Fahrweise demonstrieren können.
  • Theoretische Grundlagen kennenlernen und in die Praxis umsetzen können

 

2. Besonderheiten der Grundstufenausbildung im NSV

Die Ausbildung zum Trainer C-Lizenz Breitensport orientiert sich an den strukturellen Vorgaben des Deutschen Skiverbandes im sogenannten DSV-Curriculum. Sie ist beim NSV auf zwei Lehrgänge aufgeteilt:

  • Lehrgang 1 (Theorie und Methodik): 2,5 Tage in der Skihalle oder im Harz
  • Lehrgang 2 (Praxis und Prüfungen): 7,5 Tage in den Alpen

Der Lehrgang 1 ist vor dem Antritt zum Lehrgang 2 abzuschließen. Über Sonderregelungen entscheidet in begründeten Ausnahmefällen der Verbandslehrwart.

Zum Abschluß der Ausbildung muss außerdem der Nachweis über ein im Verein abgeleistetes Praktikum erbracht worden sein (siehe auch Kapitel „Praktikum“).

 

3. Zulassungsvoraussetzungen

  • Mitgliedschaft in einem Verein des Niedersächsischen Skiverbandes (NSV). Ausnahmen: Lehrer und Mitglieder von Vereinen eines anderen Landesverbandes, Letztere bitten wir beide Verbände vorab zu informieren
  • Vollendung des 16.Lebensjahres vor Beginn von Lehrgang 2
  • Angemessenes skisportliches Fahrkönnen
  • Nachweis an der Teilnahme an einem „Erste-Hilfe-Grundausbildung“ gemäß den “Gemeinsamen Grundsätzen zur Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe” der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe, zum Zeitpunkt der Lizenzierung nicht älter als zwei Jahre (Umfang aktuell 9 Lerneinheiten)
  • NEU: Bestätigung der online DSV-Cardbeantragung

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung zum DSV-Instruktor sind:

  • Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen zur Ausbildung
  • Teilnahme an den vorgeschriebenen Ausbildungslehrgängen
  • NEU: Bestätigung der online DSV-Cardbeantragung

 

4. Inhalt der Lehrgänge

Lehrgang 1 (Theorie- und Methodik): 2,5 Tage in der Skihalle oder im Harz, Erarbeitung der Theorie, Elementarschulung (Lernziele) und Unterrichtstraining

Bereich Technik:

  • Einführung und Üben der Elementarschule (Lernziele): Skifahren lernen über Winkelstellung (Bremspflug/Pflugbögen) und über die parallele Skistellung mit Shortcarvern (alternativer Lehrweg).

Bereich Methodik:

  • Elementarschulung: Unterrichtsstruktur (Start-Ziel), Lernen und Lehren (Didaktik/Methodik), Übungstypen und Organisationsformen, Kompetenzen

Bereich Theorie:

  • Sportpädagogik (Methodik/Didaktik)
  • Sportpsychologie
  • Sportmedizin / Erste Hilfe
  • Recht & Sicherheit
  • Trainingslehre
  • Skilehrplan

Lehrgang 2 (Praxis und Prüfungen): 7,5 Tage in den Alpen, technische und methodische Merkmale stehen im Vordergrund

Bereich Technik:

  • Aufwärmen und Einfahren
  • Zusammenhänge von Situation, Aktion und Funktion: „Wenn-dann-“ und „Um-zu-Beziehungen“ kennenlernen.
  • Skitechnik und Situation: Timing, Umfang, Richtung und Intensität
  • Kurvenfahren: Belastung und Aufkanten sowie Drehimpuls und Mischformen
  • Demonstrationskönnen Pflugbogenfahren
  • Training der Bewegungsmerkmale für hochwertiges paralleles Kurvenfahren
  • Vermittlung einer regulierenden Körperposition über den Kurvenverlauf
  • Verbesserung des persönlichen Fahrkönnens

Bereich Methodik:

  • Grundbegriffe zum Unterrichten
  • Weiterführung und Vertiefung
  • Bewegungsanalyse (Videokorrektur)
  • Kinderskikurse

Bereich Theorie:

  • Skilehrplan/Grundmerkmale des Skifahrens
  • Sportorganisation im NSV/DSV, u. a. Organisation und Aufbau des Lehrwesen
  • Materialkunde
  • Alpine Gefahren und Risikomanagement
  • Bewegungslehre
  • Anforderungen in den Lehrproben

 

5. Prüfung

Die Prüfung für die Trainer C-Lizenz Breitensport (DSV-Grundstufe) setzt sich aus den zwei Prüfungsteilen PRAXIS und THEORIE zusammen.

PRAXIS

Die Praxisprüfung besteht aus einem METHODIK- und einem TECHNIK-Teil.

  • METHODIK:

Die Methodikprüfung umfasst zwei Lehrproben, und zwar …
a) 15 min. Kurzlehrversuch oder Methodikstation
b) 20 min. Lehrprobe zur parallelen Skitechnik inkl. schriftlicher Ausarbeitung

  • TECHNIK:

Die Technikprüfung wird kontinuierlich über den gesamten Wochenverlauf abgenommen und als Tagesnoten für das technische Fahrkönnen und die Demonstrationsfähigkeit dokumentiert.
Die Bewertung ergibt sich aus dem Notendurchschnitt von vor dem Lehrgang bekanntgegebenen und im Wochenplan gekennzeichneten Ausbildungstagen.

THEORIE

Theorieprüfung (Fragen aus den Theorie- und Praxisbereichen) – entweder als Klausur (offene Fragen, kein Multiple-Choice, Dauer ca. 45 Min.) oder als Kolloquium (Dauer ca. 10 - 15 Min. pro Teilnehmer).


Die Benotung aller Prüfungsteile erfolgt jeweils in Halbnotenschritten von 1 bis 6.

Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn einer der drei Teilbereiche TECHNIK, METHODIK oder THEORIE schlechter als 4,5 benotet ist.
Die Teilprüfungen für METHODIK und THEORIE können auf Anfrage einzeln wiederholt werden.
Bei Nichtbestehen des TECHNIK-Teils muss der gesamte Lehrgang 2 nochmals belegt werden.
Bestandene Teilprüfungen behalten innerhalb von zwei Jahren nach dem Lehrgang 2 ihre Gültigkeit.

 

6. Theoriethemen:

Folgende Themenfelder sind Bestandteil der Lehrgänge und prüfungsrelevant:

  • Sportpädagogik (Methodik/Didaktik)
  • Sportpsychologie
  • Sportmedizin / Erste Hilfe
  • Recht & Sicherheit
  • Trainingslehre
  • Skilehrplan / Grundmerkmale des Skifahrens
  • Sportorganisation im NSV/DSV, u. a. Organisation und Aufbau des Lehrwesen
  • Materialkunde
  • Alpine Gefahren und Risikomanagement
  • Bewegungslehre
  • Biomechanik
  • Sport & Gesellschaft
  • Ökologie

Die Themenkomplexe Biomechanik, Sport & Gesellschaft und Ökologie sind selbständig im Heimstudium zu erarbeiten.

 

7. Praktikum

Eine Voraussetzung für die Lizenzausstellung ist das Ableisten eines zweitägigen Praktikums. Das Praktikum ist im Verein oder einer DSV-Skischule zu absolvieren. Dabei sollen sowohl Inhalte der sportartübergreifenden Basisqualifizierung als aus dem sportartspezifischen Bereich vermittelt werden. Das Praktikum wird mit einem Praktikumsbericht abgeschlossen, der vom jeweiligen Skischulleiter oder Vereinsvorsitzenden gegengezeichnet wird. Für angehende Sportlehrkräfte oder Sportlehrkräfte im Dienst reicht der Nachweis der Schultätigkeit im Fach Sport.

Praktikumsinhalte können sein:

  • Kinder- und Erwachsenenskikurse (Anfänger)
  • Teilnahme an vereinsinternen Fortbildungen
  • Skigymnastik
  • Informationsabende
  • Organisation von Veranstaltungen, Vereinsfahrten


Der Umfang des Praktikums sollte bei 14 LE liegen (1 LE = 45 min.)

Du findest auf der Homepage den Praktikumsnachweis, den Du ausfüllst und von Deiner Praktikumsstelle gegenzeichnen lässt.
Bring bitte den Nachweis zum Lehrgang mit. Wenn Du die Prüfung schon absolviert hast, musst Du den Praktikumsnachweis nachreichen, um die Lizenz ausgestellt zu bekommen.

 

8. Pflichtliteratur:

Informationen zu den gültigen Ausbildungsunterlagen bekommst Du jeweils aktuell auf unserer Internetseite in der Rubrik „Literatur“.

 

Wir wünschen viel Erfolg und Freude bei Deiner zukünftigen Lehrtätigkeit im Schnee,

Dein NSV-Landeslehrteam

 

 
Partner des
Lehrteams:
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