NSV Ausbildung Alpin/Snowboard
 
 

Snowboard Übungsleiter Grundstufe

Mit den folgenden Informationen möchten wir Dir den Einstieg in das Lehrwesen (Grundstufe) erläutern. Durch Deine Ausbildung im NSV erhältst Du nach erfolgreichem Abschluss die Trainer C-Lizenz Breitensport (DSV-Übungsleiter- Grundstufe). Mit dieser kannst Du dann in Deinem Verein, bei einer Snowboard- oder Skischule oder einem Reiseveranstalter als Snowboardübungsleiter arbeiten. In der Ausbildung werden Dir die wichtigen Aspekte eines modernen Snowboardunterrichtes fundiert vermittelt. Die Grundstufe ist die erste Ausbildungsstufe mit offiziellem DSV- Abschluss. Sie befähigt im Besonderen zur Betreuung von Einsteigern (Anfängerunterricht) und Kindern. Der DSV- Übungsleiter Grundstufe darf nur innerhalb des gesicherten Pistenbereichs unterrichten.

 

1. Richtziele des Lehrgangs und der Prüfung:

  • Grundlagen eines motivierenden und ansprechenden Snowboardunterrichts (Methodik / Didaktik) erfassen und Unterrichten lernen.
  • Persönliches Fahrkönnen verbessern und bewerten
  • Ziel: Sportliches, dynamisches und fließendes Snowboarding demonstrieren
  • Relevante theoretische Grundlagen kennenlernen, erwerben und umsetzen

 

2. Besonderheiten der Grundstufenausbildung im NSV

Die Ausbildung zum Trainer C-Lizenz Breitensport orientiert sich an den strukturellen Vorgaben des Deutschen Skiverbandes im sogenannten DSV-Curriculum. Sie ist beim NSV auf drei Lehrgänge aufgeteilt:

  1. Lehrgang "Theorie und Methodik“: 2,5 Tage in der Skihalle oder im Harz
  2. Lehrgang "Theorie“: zwei Web-Seminare à jeweils 3 Stunden **NEU**
  3. Lehrgang "Praxis und Prüfung“: 6,5 Tage Schneelehrgang in den Alpen

Die Lehrgänge 1 und 2 sind vor dem Antritt zum Lehrgang 3 zu belegen. Zum Abschluss der Ausbildung muss außerdem der Nachweis über ein im Verein abgeleistetes Praktikum erbracht worden sein (siehe auch Kapitel „Praktikum“).
Über Sonderregelungen entscheidet in begründeten Ausnahmefällen der Referatsleiter.

Um Sportlehrkräften den Erwerb der C-Lizenz zu erleichtern und den im Studium erworbenen Qualifikationen Rechnung zu tragen, ermöglicht der Niedersächsische Skiverband dieser Zielgruppe eine um 40 LE verkürzte Ausbildung. Unser Ziel dabei ist es, die Qualität des Skiunterrichts im Rahmen von Schulskifahrten weiter zu verbessern. Die C-Trainer-Lizenz berechtigt ebenso dazu, in einem Verein oder bei Skischulen als Skiübungsleiter zu arbeiten.Sportlehrkräften werden sowohl der Theorie- und Methodiklehrgang (27 LE) als auch das Praktikum/ Heimstudium (13 LE) erlassen, da wir davon ausgehen, dass zentrale theoretische und methodische Aspekte der C-Trainer Ausbildung im Sportstudium bereits erworben worden und die im Praktikum zu erwerbende Unterrichtsroutine besteht.

 

3. Zulassungsvoraussetzungen

  • Mitgliedschaft in einem Verein des Niedersächsischen Skiverbandes (NSV). Ausnahmen: Lehrer und Mitglieder von Vereinen eines anderen Landesverbandes, sofern dieser einer Ausbildung im NSV zugestimmt hat
  • Vollendung des 16.Lebensjahres vor Beginn der Ausbildung
  • Kontrollierte Fahrweise in unterschiedlichem Gelände und Schnee
  • Nachweis an der Teilnahme an einem „Erste-Hilfe-Grundausbildung“ gemäß den “Gemeinsamen Grundsätzen zur Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe” der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe, zum Zeitpunkt der Lizenzierung nicht älter als zwei Jahre  (Umfang aktuell 9 Lerneinheiten)
  • Bestätigung der online DSV-Cardbeantragung

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung zum DSV Übungsleiter Grundstufe sind:

  • Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen zur Ausbildung
  • Teilnahme an den vorgeschriebenen Ausbildungslehrgängen
  • Angemessenes technisches Können demonstrieren, um zur Prüfung zugelassen zu werden:

Konkret muss der Teilnehmer folgendes technisches Können demonstrieren können, um zur Prüfung zugelassen zu werden:

  • erste Kurven in demonstrativer Form in sehr langsamem Fahrtempo, Umkanten in der Falllinie und maximalem Rutsch-/Driftanteil
  • Freestyle:
  • Pistenfreestyle: Switchfahren, Walzer, Tailpress, FS-180 oder -Role
  • Box: 50/50, Tailpress, angedeuteter beliebiger Boardslide

 

4. Inhalte der Lehrgänge

1. Lehrgang: Methodik- und Theorielehrgang 2,5 Tage Skihalle/Harz: Erarbeitung der Theorie des Anfängerunterrichts und Unterrichtstraining

Bereich Technik:

  • Einführung Anfängerunterricht und alle Kompassbereiche des Fortgeschrittenenniveaus (Cruisen/Carven, Tricksen, Springen, Box-Fahren)

Bereich Methodik:

  • Anfängerunterricht – Organisation, Information, Vermittlung, Lehrerverhalten

Bereich Theorie:

  • Sportpädagogik (Methodik/Didaktik)
  • Sportpsychologie
  • DSV - Snowboardlehrplan

2. Lehrgang "Theorie": Die beiden ca. dreistündigen Webinare finden als Abendveranstaltungen nach dem Methodiklehrgang und vor den Schneelehrgängen statt

Web Seminar 1:
  • Sportmedizin
  • Recht & Sicherheit
  • Materialkunde
Web Seminar 2:
  • Trainingslehre
  • Risikomanagement & Lawinenkunde

3. Lehrgang: Praxislehrgang 6,5 Tage Alpen: Technische und methodische Merkmale stehen im Vordergrund.

Bereich Technik:

  • Aufwärmen und Einfahren
  • Aktion und Funktion
  • Positionieren – Agieren - Regulieren
  • Demonstrationsfähigkeit im Anfängerbereich, im Kurvenfahren, beim Tricksen und im Park (Kicker, Box, evtl. Pipe) Vermittlung und Training einer angepassten Körperposition über den gesamten Kurvenverlauf
  • Merkmale für hochwertiges Kurvenfahren
  • Verbesserung des persönlichen Fahrkönnens

Bereich Methodik:

  • Grundbegriffe des Unterrichtens/Snowboarding
  • Bewegung beobachten und beurteilen
  • Kommunikation im Snowboardunterricht
  • Besonderheiten Kinderskikurse

Bereich Theorie:

  • Vorstellung DSV-Snowboardlehrplan
  • Bewegungslehre

 

5. Prüfung

Nur bei angemessenem technischem Können (vgl. 3.) werden die Teilnehmer zur Prüfung zugelassen. Erreicht ein Teilnehmer das technische Können nicht, so wird er weder in Theorie, noch in der Praxis geprüft.

5.1 Methodik

  • spontane 15-minütige Kurzlehrprobe aus dem Bereich Kindersnowboarden (Gewichtung: 1/3 der Methodiknote).
    Diese Lehrprobe umfasst Themen aus dem Einsteigerunterricht (Basics, Positionieren und Agieren auf dem Board, Gleiten, Rutschen und Bremsen, Vom Abrutschen zum Gleiten in der Falllinie, Vom Gleiten in der Falllinie zum Abrutschen, Umkanten in der Falllinie, Liftfahren, Die ersten Pisten im Skigebiet erobern).
  • 20-minütige Lehrprobe mit schriftliche Ausarbeitung für fortgeschrittene Snowboarder (Erw. oder Jugendliche) (Gewichtung:; 2/3 der Methodiknote)
    Diese Lehrprobe umfasst Themen aus dem Fortgeschrittenenunterricht (Die erste Kurve fahren, Flüssiges Kurvenfahren, Switch-Fahren, Walzer, Nose- und Tailpress, Speedcheck, Frontside-Noseroll und Tailroll, Basic Jump, Erster Kontakt mit der Box, 50/50, Tailpress und Nosepress). Die Vergabe der Themen erfolgt am Vortag.

5.2 Technik

  • Die Technik wird im Rahmen der beiden Lehrproben geprüft.

5.3 Theorie

  • Die Überprüfung der „Theorie“ erfolgt mündlich (ca. 10-15 Minuten) oder schriftlich (ca. 45 Minuten) anhand von Fragen aus den Theorie- und Praxisbereichen.

Die Benotung aller Prüfungsteile erfolgt jeweils in Halbnotenschritten von 1 bis 6.
Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn einer der drei Teilbereiche TECHNIK, METHODIK oder THEORIE schlechter als 4,5 benotet ist.
Die Teilprüfungen für METHODIK und THEORIE können auf Anfrage einzeln wiederholt werden.
Bei Nichtbestehen des TECHNIK-Teils muss der gesamte Lehrgang 2 nochmals belegt werden.
Bestandene Teilprüfungen behalten innerhalb von zwei Jahren nach dem Lehrgang 2 ihre Gültigkeit.

Gesamtergebnis

Das Gesamtergebnis wird aus dem gleichgewichteten Mitteln der Hauptprüfungsteile errechnet und muss in einem Prüfungszeugnis ausgewiesen werden

 

6. Theoriethemen:

Folgende Themenfelder sind Bestandteil der Lehrgänge und Klausurfragen

  • Sportorganisation
  • Recht & Sicherheit
  • Sportpädagogik (Methodik/Didaktik)
  • Sportpsychologie
  • Sportmedizin / Erste Hilfe
  • Risikomanagement / Alpine Gefahren
  • Materialkunde
  • Trainingslehre
  • Bewegungslehre / Biomechanik
  • Snowboardlehrplan

Die Themenfelder Sport & Gesellschaft, Ökologie und Biomechanik sind als Heimstudium zu erarbeiten.

 

7. Praktikum

Eine Voraussetzung für die Lizenzausstellung ist das Ableisten eines zweitägigen Praktikums. Das Praktikum ist im Verein oder einer DSV-Skischule zu absolvieren.
Dabei sollen sowohl Inhalte der sportartübergreifenden Basisqualifizierung als aus dem sportartspezifischen Bereich vermittelt werden. Das Praktikum wird mit einem Praktikumsbericht abgeschlossen, der vom jeweiligen Skischulleiter oder Vereinsvorsitzenden gegengezeichnet wird. Für angehende Sportlehrkräfte oder Sportlehrkräfte im Dienst reicht der Nachweis der Schultätigkeit im Fach Sport.

Praktikumsinhalte können sein:

  • Kinder- und Erwachsenensnowboardkurse (Anfänger)
  • Teilnahme an vereinsinternen Fortbildungen
  • Skigymnastik
  • Informationsabende
  • Organisation von Veranstaltungen, Vereinsfahrten

Der Umfang des Praktikums sollte bei 14 LE liegen (1 LE = 45 min.)

Du findest auf der Homepage unter "Downloads" den Praktikumsnachweis, den Du ausfüllst und von Deiner Praktikumsstelle gegenzeichnen lässt. Bring bitte den Nachweis zum nächsten Lehrgang mit. Wenn Du die Prüfung schon absolviert hast musst Du den Praktikumsnachweis nachreichen um die Lizenz ausgestellt zu bekommen.

 

8. Pflichtliteratur:

Die aktuellen Informationen über Ausbildungsunterlagen bekommst Du auf unserer Internetseite in der Rubrik „Literatur“.


Wir wünschen Dir viel Erfolg und viel Spaß im Schnee
Dein Landeslehrteam Snowboard des NSV

 

 
Partner des
Lehrteams:
  Morgenstern Schulen   Ortovox   Ratio Logo   SOS   Ziener
 
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